von Bastian Amthor
Die Norschter Jungs, aktuell Siebter der Bezirksliga Wiesbaden/Frankfurt, reisten am 7.12. zur JSGmA MT Ost – und lieferten ein Statement ab. Kein Arbeitssieg. Kein Zittersieg. Die Nachwuchs-Schutter brannten ein Offensiv-Feuerwerk ab, das man sich eigentlich als Kinoticket hätte verkaufen können.
Die Basis dieses Erfolgs lag hinten. Nico Arndt im Tor? Der Typ war ein verdammter Wachhund. Reflexe wie aus einem Superhelden-Comic, schnelle Hüfte, stark im Eins-gegen-Eins. Später kam Jonathan Kayczuck rein, und der Junge machte einfach weiter: Präsenz, Ruhe, klare Kiste – diese beiden hielten den Laden dicht, damit vorne das Spektakel laufen konnte.
Gleich die ersten Minuten zeigten die Norschter Jungs, wohin die Reise geht. Christoph Laudi aus dem Rückraum Mitte zündete den Motor – und wie! Sechs Buden später konnte man sagen: Er war der Quarterback des Spiels. Jonas Mucha, unser Links-Rückraum, schloss sich sofort an. Sechs Treffer, immer mit diesem „Ich-regle-das“-Selbstverständnis. Genau diese Attitüde braucht ein Team, das oben mitspielen will.
Dann Jason Dominik auf Linksaußen – der Mann war heute pure Offensive. Sieben Tore, perfekt getimt, clevere Winkel, starke Abschlüsse im Gegenstoß. Maximaler Schadensoutput. Und mittendrin Tom Cassian Dienstbach, der Siebenmeter-Spezialist des Abends. Acht Treffer insgesamt, fünf vom Punkt. Wenn er an die Linie ging, fühlte es sich an wie ein Elfmeter im Football: Snap, Kick, drin.
Auch die Kreisläufer-Unit zeigte Präsenz: Tom Freistadt tankte sich dreimal durch und verwandelte zusätzlich einen Strafwurf. Max Ripplinger setzte doppelt nach – echte Arbeiter-Tore, mit viel Körper und noch mehr Herz. Und hey, auch die jungen Wilden mischten mit: Linus Koch packte zwei Treffer drauf, Luke Arndt setzte einen sehenswerten Abschluss hinterher, und Ben Ziegler (Rückraum rechts) steuerte zwei weitere Buden bei, bevor der Rest der Riege das Spiel mit hoher Pace kontrollierten.
Man muss es deutlich sagen das die Norschter „A“ die MT Ost nie wirklich ins Spiel kommen ließen. Schon zur Pause stand es 21:13 – das war der Moment, in dem man als Coach eigentlich nur noch sagst: „Weiter, Männer. Nicht nachlassen.“ Und die Jungs ließen NICHT nach. Im Gegenteil: Sie drehten den Regler nach dem Seitenwechsel sogar noch weiter auf. Jeder Treffer setzte ein Ausrufezeichen. Jeder Gegenstoß war eine Machtdemonstration.
Die letzten Minuten – Showtime. Konstantin Kaiser setzte kurz vor Schluss sein Tor, dann machte Jonas Mucha den Deckel drauf – und der 38:27-Endstand fühlte sich an wie eine Kampfansage an die gesamte Liga.
Kader TuS Nordenstadt
Nico Arndt, Jonas Mucha, Christoph Laudi, Jason Dominik, Konstantin Kaiser, Ben Ziegler, Tom Freistadt, Max Ripplinger, Jonathan Kayczuck, Linus Koch, Luke Arndt

