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Herren 1

Herren 1 bezahlen Lehrgeld in Münster

Herren 1 · Bezirksoberliga

Herren 1 bezahlen Lehrgeld in Münster

Geschrieben von Jonas Pfirrmann:

40 gute Minuten reichen nicht für Überraschung

Am Samstag zur ungewohnten Anwurfzeit um 12:00 mittags waren die Norschter Schutter zu Gast bei der TSG Münster 3. Dennoch verfolgten ca. 50 Zuschauer die Partie. Davon ca. 30 Gästefans.

Coach Huthmacher erwartete eine körperlich starke und eingespielte Mannschaft. Deshalb gab er die Marschroute vor zuerst eine stabile 6:0 Deckung zu formieren und dadurch zu einfachen Toren im Gegenstoß oder der zweiten Welle zu kommen.

Dies gelang anfangs auch einigermaßen. Nach sechs Minuten war man durch einen Gegenstoß von Marius Spieker und einen Laserbeam aus dem Rückraum von Konstantin Wendt erfolgreich. Außerdem konnte Jan Ziegler im Tor gleich mehrere freie Würfe entschärfen (4:2, 6. Min)

In der Folge ließen Konzentration und Einsatz auf Seiten der Nordenstadter leider etwas nach und man sah sich mit einem 5:1 Lauf konfrontiert, sodass Trainer Huthmacher sich gezwungen sah beim Stand von 9:3 nach elf Minuten ein Time-Out zu nehmen und die Mannschaft neu einzustellen.

Und diese Ansage fruchtete. Der Wille stimmte auf einmal wieder. Der Einsatz war wieder da und auch ein gewisses Spielglück lag nun auf Seiten der Nordis, die nun Tor um Tor aufholen konnten.

Die 6:0 Deckung, allen voran Clemens Gebecke, rührte regelrecht Beton an und vorne trieb man wiederum die Münsteraner Abwehrreihe durch gesickt ausgespielte Angriffe oder Mario Schöberln Sachen zur Verzweiflung.

Nach 20 Minuten stand es nach einem Tor von Christian Brauer bereits nur noch 12:11 und der Münsterer Trainer nahm seine Auszeit.

Anders als beim Time-Out der Gäste, verpuffte das der Gastgeber aber völlig und die Schutter ließen sich bis zur Halbzeit nicht mehr abschütteln.

Im Gegenteil. Mit einem traumhaften Heber setzte Robin Göbel den Schlusspunkt des ersten Aktes zur 15:16 Halbzeitführung. Um wieviel Uhr macht samstags eigentlich der City-Club auf?

Zum Start der zweiten Halbzeit wusste man natürlich, dass man nicht nachlassen durfte, wenn an diesem Tag etwas zählbares aus Kelkheim entführt werden sollte.

Dies gelang auch ca. eine Minute im zweiten Durchgang. Mario Schöberl traf zum 15:17.

Was in der Folge passierte lässt sich schwer in Worte fassen.

Vorne verlor man einfache Bälle oder warf aus Halbchancen aufs Tor. Hinten verlor man mehr und mehr den Zugriff, so dass die Gastgeber immer wieder zu freien Abschlüssen kommen konnten.

Nach 40 Minuten sah man sich mit einem 25:18 Rückstand konfrontiert. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit verpuffte diesmal leider auch die Auszeit der TuS, so dass man zwar immer wieder etwas Schadenbegrenzung betreiben konnte, aber im wesentlichen eine zweite Halbzeit ohne nennenswerte Highlights ablieferte.

Ein kurzes Aufbäumen ging nochmals durch die Mannschaft als nach zwei unglücklichen Zeitstrafen der Kampfgeist in Unterzahl wieder etwas geweckt wurde. Für den ganz großen Wurf reichte es damit allerdings trotzdem nicht und man betrieb lediglich Ergebniskosmetik.

Nach 60 Minuten stand so ein 37:33 auf der Anzeigetafel und den Mannen von der Taunushalle wurde somit wieder bewusst, dass in der Bezirksoberliga 40 gute Minuten nicht reichen.

Will man sich in der neuen Liga etablieren, muss man von Anfang bis Ende hellwach sein.

Die Chance auf Wiedergutmachung haben die Schutter am 11.10.2026 um 14:00 im Heimspiel in der Taunushalle beim Derby gegen die Nachbarn aus Breckenheim.

Für den TuS spielten (Tore/7m):​Vanvor (Tor), J. Ziegler (Tor), Feuerstein, Obergfell (1), Pflug (1), Schwenzer, M. Spieker (6), Gebecke (4), Schöberl (9), K. Wendt (2/1), Brauer (6), Pfirrmann, M.Spingat (1), Reder, Seith (1), Göbel (2)

 

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