Knappe Niederlage im Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hat. Derbyniederlage gegen HSG Breckenheim Wallau/Massenheim II.
Sonntag, 14:00 Uhr, Taunushalle. Derbyzeit. Die heimischen Schutter empfingen die Zweitvertretung der Nachbarn aus Breckenheim.
Aufgrund der örtlichen Nähe und der HSG BWM-Vergangenheit einiger TuS-Spieler (u.a. Christian Brauer, André Reder, Jonas Pfirrmann, Moritz Spingat) versprach das Derby seinem Namen gerecht zu werden.
Nach der Niederlage in Münster wollte man nun einiges besser machen.
Mit variablen Deckungsformationen sollte sowohl der Schussgewaltige HSG Rückraum, als auch die wühlenden 1:1-Spieler gestoppt werden und die Gäste zu Fehlern gezwungen werden.
Dennoch war die Nervosität den Spielern beider Mannschaften anfangs anzumerken vor über 300 Zuschauern.
Die Anfangsphase war dominiert von technischen Fehlern. Abspielfehler, beim Einlaufen in den Kreis treten, Fehlwürfe, Misskommunikationen. Dies führte dazu, dass gerade in den ersten Minuten die meisten Tore durch Einzelaktionen fielen.
Marius Spieker aus dem Gegenstoß oder Mario Schöberl, der sich gelegentlich ein Herz nahm und aus dem Rückraum seine Tore erzielte.
In der Abwehr agierte man zu Beginn nicht konsequent genug, sodass die Breckenheimer immer wieder zu clever ausgespielten Würfen von außen kamen.
Durch die Fehleranfälligkeit auf beiden Seiten konnte sich aber keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen.
Das Spiel lief über 1:1 (2. Min), 3:5 (8. Min), 7:7 (13. Min) bis zur ersten Nordenstadter Führung (9:8, 17. Min) Spitz auf Knopf. Im Anschluss konnten die Gastgeber sogar noch das 10:8 durch Christian Brauer erzielen.
Leider mussten die heimischen Nordis in dieser Phase einen schmerzhaften Verlust wegstecken. Nach einem unglücklichen Zusammenprall war Abwehrhüne Clemens Gebecke mit einer Platzwunde am Jochbein leider die restlichen 40 Minuten zum Zuschauen verdammt.
In der Folge ebbte der Lauf des TuS etwas ab und die Breckos konnten ihrerseits die Führung wieder zurückerlangen (10:11, 22. Min).
Dem Kampfgeist und der Einstellung sei Dank, ließen sich die Schutter aber nicht abschütteln und so konnte man mit einem respektablen ein Tore Rückstand zum Pausentee gehen (15:16).
Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Beide Mannschaften zeigten Nerven, was zu vermeidbaren Zeitstrafen und unnötigen Ballverlusten führte.
Über 16:16 (31. Min), 18:16 (33. Min), 20:19 (41. Min), 22:22 (45. Min), sah es langsam so aus als würden die Kräfte der Nordis schwinden. Auf einmal stand es 23:26 (49. Min) und man mit dem Rücken zur Wand.
Ein großes Lob an die kämpferische Einstellung der gesamten Mannschaft, die sich über Konstantin Wendt, Christian Brauer und Tim Schwenzer das Remis zurückerfighteten (26:26, 52. Min).
In der Schlussphase folgte ein munterer Schlagabtausch. Ein Tor Führung für die HSG. Nordenstadt gleicht aus. Zwei Tore Führung für die HSG. Nordenstadt gleicht aus.
So war es die logische Konsequenz, dass Ole Obergfell in Minute 59 zum 30:30 traf.
Die Sensation des Heimsieges gegen den letztjährigen Tabellen-Vierten der Bezirksoberliga lag noch in der Luft.
Leider konnte man aber einen erneuten Rückstand nicht verhindern und vorne auch kein Tor mehr erzielen.
So bleibt eine denkbar knappe 30:31 Niederlage in einem von technischen Fehlern und Kampfgeist auf beiden Seiten geprägten Spiel.
Die Chance den ersten Sieg auf der Platte in der BOL einzufahren haben die Schutter am Samstag, 17.10.2026 um 18:00 Uhr, ebenfalls zu Hause. Das wird allerdings ein Brett, denn der Oberliga-Absteiger TG Rüsselsheim gastiert in der Taunushalle.
Im Derby fighteten und trafen für den TuS (Tore/7m): Vanvor(Tor), J. Ziegler (Tor), Feuerstein, Obergfell (3), Pflug (2), Schwenzer (2), M. Spieker (4), Gebecke, Schöberl (4), K. Wendt (5), Imhof, Brauer (4), Pfirrmann, M. Spingat (1), Reder (2), Göbel (3)